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Schornsteinfegerinnung Karlsruhe
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Türkische Delegation in Karlsruhe

Eine Türkische Delegation war am 15.12.2009 zu Gast bei der Schornsteinfegerinnung Karlsruhe


Deutsch-Türkische Kontakte in Karlsruhe
Die Delegation im Seminarraum der Kreishandwerkerschaft Karlsruhe

In den Tagen vom 14.-19. Dezember befanden sich 10 angehende Schornsteinfegerfunktionäre aus der Türkei in Hessen und Baden-Württemberg und besuchten neben der Schornsteinfegerinnung auch Firmen die mit Feuerungsanlagen, Feuersicherheit und Brennstoffversorgung befasst sind.

Am Dienstag, 15.12.2009 wurde die Delegation in der Geschäftsstelle der Schornsteinfegerinnung Karlsruhe vom Obermeister Jürgen Braun begrüßt. In einem kurzen Vortrag informierte Braun die interessierten Gäste über die Strukturen des Schornsteinfegerhandwerks in Deutschland, den vorbeugenden Brandschutz, das Qualitätsmanagement,  die Ausbildung und die Aufgaben deutscher Schornsteinfeger.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Karlsruher Bildungsakademie der Handwerkskammer wurde vom Innungstechniker Manfred Mumm eine Schornsteinquerschnittsberechnung nach DIN EN 13384 an der entsprechenden Software demonstriert. So konnte aufgezeigt werden, dass Störungen der Abführung der Verbrennungsgase rechnerisch auch schon im Stadium der Anlagenplanung erkannt werden können. Im Anschluss wurde die Delegation in den Versuchsraum/Prüfstand der Innung geführt. Dort wurden verschiedene Abgasanalysegeräte vorgeführt sowie Varianten der Reinigung von Abgasanlagen demonstriert. Hierfür nahm sich Franz Weniger vom Vorstand der Innung viel Zeit und stieß hier auf wissbegierige Zuhörer. Die hohen Qualitätsstandards der eingesetzten Abgasanalysegeräte von den deutschen Bezirksschornsteinfegermeistern werden durch verpflichtende Prüfstandschecks sichergestellt. Hiervon zeigten sich auch die Gäste aus der Türkei sehr angetan.

Zum Abschluss versammelten sich alle auf dem hoch gelegenen Flachdach der BIA um eine Schornsteinreinigung praxisnah präsentiert zu bekommen.

Die Gruppe um den deutschsprachigen Delegationsleiter Can Cetin, wohnhaft in Pforzheim, ist seit 2005 dabei ein ähnliches Schornsteinfegersystem wie in Deutschland in der Türkei zu installieren. Hierfür ist von offizieller Seite des türkischen Staates auch Unterstützung zugesagt. In der Türkei kommen jährlich mehrere Hundert Bürger zu Tode, weil Feuerungsanlagen mangelhaft errichtet und betrieben werden. Im Zuge des angestrebten Beitritts des türkischen Staates wird ein Angleich von Sicherheitsstandards von Feuerungsanlagen für die Regierung in Ankara unumgänglich. Auch hier werden wir aber feststellen müssen, dass die Mühlen der Gesetzgebung insbesondere hier sehr langsam mahlen. Richtet man den Blick allerdings unweit von Baden auf die andere Rheinseite zu unseren französischen Freunden, so werden wir feststellen, dass auch hier mehrere Hundert CO-Tote jährlich zu beklagen sind. Und Frankreich gehört zu den Gründern der Europäischen Union! In Deutschland ist jeder durch Feuerungsanlagen geschädigte oder zu Tode gekommene Bürger einer zuviel, aber diese Unglücksfälle sind zahlenmäßig hierzulande derart niedrig, dass diese nicht einmal statistisch erfasst werden.

Die Delegation verabschiedete sich am späten Nachmittag mit dem unbändigen Willen in ihrer Heimat etwas für die Sicherheit ihrer Landsleute bewegen zu wollen, auch wenn nach Aussage des Delegationsleiters dies noch viele Jahre dauern wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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