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Abfegen bei Ehrenmeister Udo Gehrig

Abschied: Bezirksschornsteinfegermeister Udo Gehrig feierte am 19.03.2010 seinen 65. Geburtstag und geht Ende des Monats in den Ruhestand


 


 


Zum traditionellen Abfegen lud er ein und rund 20 Kollegen kamen in seinen Kehrbezirk nach Mannheim-Gartenstadt, welchen Udo Gehrig noch bis 31. März 2010 verwalten wird.

 

Nach über 50 Jahren hat er "abgekehrt"

Von unserem Redaktionsmitglied Anne-Kathrin Jeschke

 

 

Aufgereiht stehen die Kinder des Katholischen Kindergartens Sankt Elisabeth in der Gartenstadt da, mit großen Augen bestaunen sie die vielen "schwarzen Männer" auf dem Hof. Während sich einige noch ganz ängstlich verstecken, diskutiert einer schon ganz forsch mit den Schornsteinfegern über deren Arbeitsgerät, "den "Handfeger". Der Pimpf zeigt auf einen: "Der Handfegermann". Das Gelächter ist groß unter den Kollegen. Doch obwohl eine ganze Gruppe der "Glücksbringer" da ist, steht heute einer von ihnen im Mittelpunkt - und der verschenkt Süßes an die Kindergartenkinder, außerdem Rauchmelder "für die Sicherheit". Er heißt Udo Gehrig und ist Schornsteinfeger im Kehrbezirk Acht - der Gartenstadt.

 

Das allerdings nur noch bis zum letzten dieses Monats. Gestern feierte er seinen 65. Geburtstag und hatte dies zum Anlass genommen, Freunde, Kollegen, Mitarbeiter und Ehemalige zum "Abkehren" einzuladen. "Sie alle haben sich frei genommen." Der zukünftige Ruheständler war ganz gerührt über die vielen Besucher in traditioneller Kluft, mit Zylinder waren die Kollegen gekommen. Mit dem sogenannten "Abkehren" verabschiedete sich der Schornsteinfegermeister symbolisch von seinen Kunden. Stellvertretend für die vielen Haushalte, die er seit 1989 in der Gartenstadt besucht hat, hatte er für diese Tradition zwei Kindergärten ausgewählt. Die Gruppe besuchte auch die Evangelische Kindertagesstätte Himmelsstern.

 

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, so Gehrig, trenne er sich vom Berufsleben. Froh sei er, sich nicht mehr mit all den neuen Aufgaben vom Gesetzgeber "herumschlagen" zu müssen. Beispielsweise werden seine Kollegen ab 2013 "in den Wettbewerb geschickt", wie Gratulant Jürgen Braun, Obermeister der Schornsteinfegerinnung Karlsruhe, berichtete. Von da an können Kunden selbst entscheiden, welchen Schornsteinfeger sie beauftragen. Erneuerbare Energien seien allerdings keine Gefahr für ihre Branche: "Unser Aufgabenfeld verlagert sich eben", so Braun. Man werde immer mehr auch zum "Energiepolizisten". Doch mit dem Arbeitsalltag beschäftigten sich die Kaminkehrer gestern nicht, sie ließen die Arbeit ruhen und feierten Abschied. So bekam Gehrig ein A-cappella-Ständchen von den "Sechszylindern" - ebenfalls Schornsteinfeger. Die Arbeit habe ihm immer viel bedeutet, sagte Gehrig. Und auch seine Frau Erika weiß: "Das war sein Traumjob und ist es bis heute geblieben." Sie freut sich, dass ihnen nun mehr Zeit bleibt. "An erster Stelle stehen dann die Enkelkinder", sagte Udo Gehrig. Enkelin Julia ist neun Jahre alt, im Mai bekommt sie ein Geschwisterchen. Und es geht auf Schiffsreise - erst mit Kollegen vom (Schornsteinfeger-)Kegelclub, dann mit Frau Erika. Gehrig versicherte: "Langweilig wird uns nicht."

 

 

Entnommen aus dem „Mannheimer Morgen“ vom 20.03.2010, welcher auch im Internet unter www.morgenweb.de eingesehen werden kann.

 

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